WER oder WAS ist der/das TEUERSTE im Unternehmen?

Das ist eine gute Frage. Was denken Sie, ist die Antwort auf diese Frage?

Ist es ein neuer Mitarbeiter mit jahrelanger Branchenerfahrung? Der kostet einiges im Vergleich zu einem unerfahrenen Mitarbeiter. Aber auch der neue und unerfahrene Mitarbeiter kostet viel, da er eingeschult werden muss, vielleicht einiges falsch macht und deshalb viel kostet. Oder ein Team welches nicht miteinander kooperiert?
Die hier anfallenden Kosten sind aber nicht nur in Geld zu messen. Das kann auch mal Zeit und Nerven sein, die einem die Mitarbeiter „kosten“ nicht wahr?

Am teuersten könnte auch jemand sein, der nicht gut produziert.
Mitarbeiter, die mehr kosten als sie ihrem Unternehmen „bringen“ – was wiederum nicht überall leicht zu messen ist.
Der Teuerste könnte auch jemand sein, der zum Beispiel enorm viel verkauft und daher viel Provision kassiert. Nicht selten verdient der besten Verkäufer mehr als der Chef!?!

Der Teuerste könnte auch der sein, der die meisten Unfälle produziert. – Es gäbe wahrscheinlich noch viele Möglichkeiten, diese Frage zu beantworten. Schauen wir uns aber noch einen zusätzlichen Gesichtspunkt an.

Was halten Sie davon, dass der Teuerste der wäre, der keine oder mangelhafte Kompetenz hat?

Die Steigerungsstufe davon wäre, der noch dazu die Überzeugung hat, er bräuchte keine Hilfe oder kein Know-how, weil er sowieso schon alles wüsste.

Haben Sie schon einmal versucht, jemandem zu helfen, direkt Tipps zu geben – und die Person hat nichts angenommen?

Wie viel Energie kostet das, mit so einer Person zusammen zu arbeiten? – Eine Menge.

Der Teuerste ist nicht einmal der, der nicht viel weiß, sondern der, der „alles“ weiß und nichts braucht. Es erfordert ein hohes Bewusstsein, dass man weiß, dass man nicht alles weiß. Der weise Sokrates sagte dies bereits.

Wenn man – auf gut Deutsch gesagt – Vollgas „dahin-wurschtelt“ nach dem Motto „Es wird schon gut gehen“ oder „da kann man ohnehin nichts machen“, dann bleibt es eine ewige Tretmühle. Und die ist teuer. – Warum? Weil man nicht einmal weiß, was genau man verliert!

Es könnte das Leben sein, das man verliert. Es könnte die Familie sein, der Spaß und das herzhafte Lachen. Klingt übertrieben? – Dann schauen sie sich einmal die steigende Anzahl an „Burn-out“ an.

Fakt ist: wir sind ein Trainings-& Coachingunternehmen. Daher könnte man meinen, wir müssen ja sagen, dass man weiterbilden bzw. schulen muss, sonst würden wir ja kein Geschäft machen. Das stimmt auch. Aber: denken Sie mal daran, wenn Sie noch besser organisiert wären, ein noch besseres Klima im Betrieb hätten, jeder jeden voll akzeptiert und nicht behindert, jeder weiß, dass er in Lösungen denken soll und es auch tut, Mitarbeiter sich gegenseitig motivieren, statt zu bekritteln…

Was würde das bringen? – Eine Menge. Aber das hört sich wieder „zu gut, um wahr zu sein“ an.

Von dieser Warte aus gesehen, ist eigentlich der Teuerste der, der nicht laufend darauf schaut, dass Dinge rasch besser und effizienter werden, Leute aus- und weitergebildet werden, kompetenter werden usw. Der Zuschauer ist der Teuerste. Er tut nichts, außer sich bei anderen über die Umstände beschweren, Aktion und Verantwortung sind ihm fremd.

Zuschauertum

Ein Zuschauer ist nicht inaktiv. Er ist sehr aktiv beim Nichtstun, beim Zuschauen, beim Meckern – und vielleicht sogar dabei, andere Leute von der Arbeit abzuhalten oder andere mit seinen Belangen zu beschäftigen. Sie kennen das, wenn ein Chef statt dem Mitarbeiter eine Reklamation lösen gehen muss. Das ist teuer! Der Mitarbeiter, der dafür bezahlt wird, obwohl er seinen Job nicht macht und der Chef, der nicht dafür bezahlt wird, obwohl er den Job des Mitarbeiters macht. Dafür wird der Chef so in das Tagesgeschäft verstrickt, dass er nicht zu dem kommt, was er eigentlich tun sollte: führen.

FAZIT

Lassen Sie es nicht zu, dass Sie auf diese Weise Ihre Firma verteuern. Und lassen Sie nicht zu, dass Sie selbst zuschauen. Seien Sie aktiv an Verbesserungen interessiert und verlangen Sie es aktiv von Ihnen selbst und auch von Ihren Mitarbeitern. Mitarbeiter erwarten sich das auch von einer Führungskraft. Wenn eine Führungskraft nicht aktiv ist und selbst zuschaut, dann sinkt ihr Ruf als Führungskraft bei ihren eigenen Mitarbeitern. Und das ist teuer, denn es macht die Runde!

Es gibt aber auch in Betrieben selbst unheimlich viel Know-how, das nicht genützt wird. Da macht jemand etwas besonders gut und wird nicht genau danach gefragt, wie er das denn geschafft hat! Damit muss das Rad von jedem, der sich an die gleiche Sache heranmacht, immer wieder neu erfunden werden. Das ist TEUER!

Erfolgreiche Menschen bleiben am Ball – bilden sich weiter. Sie wissen, dass Ausbildung nicht nur etwas kostet, sondern dass sie eine Investition ist, die viel mehr bringt als sie kostet.

Eine Personengruppe, die in „den Kreis der Verdächtigen“ hineingehört, sind die Mitarbeiter, die noch gar nicht im Unternehmen sind! Besser gesagt geht es hier um die „offenen Posten“, die noch besetzt werden müssen. Diese Menschen fehlen dem Unternehmen!

Darüber beklagen sich nahezu alle Unternehmen, wenn man sie befragt.

Um diesen Mangel abzuhelfen, müsste man bereit sein, NEUE WEGE zu gehen.

Fix & Fertige Programme hierfür gibt es leider nicht, aber eine Menge an vielversprechender Ideen, die wir gerne mit Ihnen umsetzen!

Auf das Gespräch mit Ihnen freuen wir uns!

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